Mag. Michael Krispl

(Ehrenpräsident und Leiter des FA Recht und Sozialpolitik)
krispl@blickkontakt.or.at

Bild von Michael Krispl "Ich wurde am 21.5.1969 in Wien Währing geboren. Mit Ausnahme einer geringgradigen Kurzsichtigkeit war mein Sehvermögen normal. Ich besuchte die öffentliche Volksschule und die erste Klasse einer Sporthauptschule; im Jahr 1980 wurde von der Schulärztin eine massive Sehbeeinträchtigung festgestellt, die jedoch von meiner Augenärztin zunächst noch als bloße Hysterie und Faulheit qualifiziert wurde. Erst ein Wechsel des Augenarztes brachte die Bestätigung und einen sofortigen, mehrmonatigen stationären Aufenthalt im AKH. Diagnostiziert wurde eine progressive Opticus-Atrophie.

Die Folge waren einige Schulwechsel; von der Sporthauptschule in die Sonderschule für sehbehinderte Kinder – Zinckgasse – und von dort ins Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wien, wo ich die Hauptschule und das Polytechnikum abschloss. Dort absolvierte ich auch den Stenotypistenlehrgang und legte die Staatsprüfung für Steno- und Phonotypie ab. Im Jahr 1986 Trat ich in die Maturaschule Dr. Roland ein und legte im Herbst 1988 die AHS-Matura mit Schwerpunkt Instrumentalmusik ab. Danach begann ich das Studium der klassischen Klarinette am Konservatorium der Stadt Wien (1988) und das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien (1989). Ich beendete das Musikstudium mit der Oberstufenprüfung (1996) und erwarb im März 1996 den Magister Juris."

"Ich begann im Oktober 1996 im Sozialamt der Stadt Wien – MA12 – als Jurist für den Bereich Pflegegeld zu arbeiten; mit September 2000 wurde ich stellvertretender Fachbereichsleiter für Behindertenarbeit mit den diesem Fachbereich unterstellten Referaten Pflegegeld, Behindertenhilfe, Fahrtendienst, Beratung und Betreuung behinderter MitarbeiterInnen im Magistrat, Behinderten- und Generationengerechtes Bauen, Planen und Wohnen, Begutachtungsteam der Behindertenhilfe und technische Innovation. Mit 2.1.2002 begann ich als Jurist im Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, Sektion IV, zu arbeiten. Daneben bin ich stellvertretender Vorsitzender der Interessensvertretung der Behinderten Menschen nach dem Wiener Behindertengesetz und Mitglied des Forum Gleichstellung sowie des Arbeitsbündnisses Österreich für Behindertenrechte."

"Musikalisch werde ich nach wie vor in verschiedensten Ensembles tätig, wie etwa dem K & K Vierteloktett und dem Transdanubian-Swingtett."

"Am 20.5.2000 heiratete ich meine Frau, Ulli. Wir gründeten miteinander im Jahr 2000 das K & K Vierteloktett, ein Musikensemble, das versucht, zu verschiedenen Themen - etwa "Lieder, die die Liebe schrieb" oder "Das goldene Wiener Herz" - musikalische Sittenbilder zu malen, und zwar mit kabarettistisch-humoristischen Eigenkompositionen sowie mit Musik der 20er bis 80er Jahre aus den verschiedensten Ländern und in den verschiedensten Sprachen und mit Hilfe unserer Stimmen und bis zu acht Instrumenten. Das LiederProgramm "Lieder, die die Liebe schrieb" ist im November 2001 als erstes auf CD erschienen; es folgte die CD "Das goldene Wienerherz" im Jahr 2003. Im Sommer 2006 entstand unsere jüngste CD "Mir zwa - Singen Selbergstrickts und Jiddisches", die einen ironisch-bissig-humoristischen Streifzug durch unsere ganz persönliche Erlebniswelt in Form der von mir seit 2003 komponierten und getexteten kabarettistischen und zutiefst wienerischen Lieder darstellt; mit einer kleinen Zusatz-Maxi-CD-Single haben wir in derselben Produktion nun auch unsere (un)heimliche Liebe, den Klezmer, auf CD verewigt."

"Im August 2006 wurde unser bis dahin schon wunderbares Familienleben noch durch unseren Sohn Leo um ein Vielfaches bereichert."

"1992 war ich als Jugendreferent des Österreichischen Blindenverbandes, Landesgruppe Wien, tätig. 1993 gründete ich gemeinsam mit Joe Knoll und Dr. Willi Edinger die IG Blickkontakt als Gesellschaft Bürgerlichen Rechts und dann im Oktober 1994 den Verein Blickkontakt. Unser Motto war: Was Blinden fehlt, ist Blickkontakt!

Ich war bis 1998 erster Vorsitzender, von 1999 bis Herbst 2004 zweiter Vorsitzender und von 2004 bis 2006 wieder der erste Vorsitzende des Vereins. Mein wesentlichstes Anliegen war und ist die Gleichstellung behinderter mit nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens, weshalb ich mich auch massiv in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung engagierte. Den Schlüssel zur Behindertengleichstellung im Sinne einer Chancengleichheit und Gleichberechtigung sehe ich in einem Miteinander behinderter und nicht behinderter Menschen. Seit vielen Jahren setze ich mich massiv für die Erlassung eines Behindertengleichstellungsgesetzes ein und bin ein wenig stolz darauf, bei der Erarbeitung des am 1.1.2006 in Kraft getretenen Bundes-Behindertengleichstellungspaketes massiv mitgewirkt zu haben und versucht zu haben, auf die gröbsten zu sanierenden Schwachstellen dieses Gleichstellungspaketes in der Öffentlichkeit und dem Nationalrat mehrfach aufmerksam zu machen. Seit der Funktionärswahl am 1. Dezember 2006 darf ich mich nun als Ehrenpräsident diesen so wichtigen Aufgaben bei Blickkontakt widmen."

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